Regenstauf

Regenstauf ist ein Markt in der Oberpfalz und die größte Gemeinde im Landkreis Regensburg. Am 31. Dezember 2008 zählte Regenstauf 15.013 Einwohner.

Der Ort liegt am Fluss Regen, der fünfzehn Kilometer weiter südlich bei Regensburg nahe deren nördlichstem Punkt in die Donau fließt. Regenstauf besitzt einige reizvolle Bauten, Brücken, Brunnen und Denkmäler, so zum Beispiel den berühmten Aussichtsturm auf der Spitze des 436 Meter hohen Regenstaufer Schlossberges, der den alten Markt um gut 90 Meter überragt.

Wappen
Regenstauf WappenGermany Location - Alteglofsheim
.
Basisdaten
Bundesland:
Bayern
Regierungsbezirk:
Oberpfalz
Landkreis:
Regensburg
Höhe:
345 m ü. NN
Fläche:
100 km²
Einwohner:
15.124 (31. Dez. 2010)
Bevölkerungsdichte:
151 Einwohner je km²
Postleitzahl:
93128
Vorwahl:
09402
Kfz-Kennzeichen:
R
Gemeindeschlüssel:
09 3 75 190
Adresse der Gemeindeverwaltung:
Bahnhofstraße 15, 93128 Regenstauf
Webpräsenz:

Gemeindegliederung

Gemeindeteile sind:

Anglhof, Asing, Birkenzant, Breitwies, Brennthal, Brunnhaus, Buchenlohe, Danersdorf, Diesenbach, Dirnberg, Drackenstein, Edlhausen, Eichlberg, Eitlbrunn, Elendhalbstraße, Ellmau, Epfenthau, Ferneichlberg, Fidelhof, Forstberg, Frauenberg, Fronau, Ganglhof, Geiersberg, Gfangen, Gibacht, Glapfenberg, Gnadenhof, Grafenwinn, Greisberg, Grub, Hagenau, Heilinghausen, Hinterberg, Hirschling, Hochstraß, Hohenwarth, Holz, Irlbründl, Karlstein, Kerm, Kirchberg, Kleeberg, Kleinanglhof, Kleinramspau, Kohlstatt, Kreuth, Kühthal, Kürnberg, Lindach, Linglhof, Loch, Maad, Marienthal, Medersbach, Mettenbach, Münchsried, Neuhaus, Neuried, Oberhaslach, Oberhof, Oberhub, Preischlgut, Preßgrund, Ramspau, Rappershof, Regenstauf, Reingrub, Reiterberg, Richterskeller, Ruith, Schanzlohe, Schneitweg, Schnepfenberg, Schönleiten, Schwaighof, Spindlhof, Stadel, Steinsberg, Süßberg, Süssenbach, Unterhaslach, Unterhub, Wasa, Wieden, Wiedenhof und Wöhrhof.

Geschichte

Im Jahr 970 wird Regenstauf in Aufzeichnungen erstmals als Ort genannt. 1196 kam es in den Besitz des Herzogtums Bayern. 1326 erfolgte die Erhebung Regenstaufs zum Markt.

Das Wappen des Marktes, verliehen 1470 durch Herzog Albrecht IV. von Bayern, zeigt zwei gekreuzte Fische als Symbol für den Fluss unter einem farbenprächtigen Regenbogen. 1563 wurde der Ortsteil Diesenbach Edelsitz. Während des Dreißigjährigen Krieges befanden sich von 1633 bis 1646 schwedische, kaiserliche, österreichische und bayerische Truppen in Regenstauf. Im Ortsteil Heilinghausen fand 1686 der Hexenprozeß der Mühlenbesitzerin der Eichmühle Anna Bayer statt.

1713/14 wurde die berühmte Sebastianskapelle erbaut. Johann Wolfgang von Goethe war 1786 in Regenstauf, seine Italienische Reise nimmt literarisch auf den ersten Seiten von Karlsbad aus über Regenstauf ihren Anfang.

Das Ereignis eines Zugunglücks, bei dem der Schriftsteller Thomas Mann in Regenstauf Zeuge wurde, thematisierte er 1908 in seiner Erzählung Das Eisenbahnunglück; eine Metalltafel, angebracht an der neuen Bahnhofsunterführung des Regenstaufer Bahnhofs, gibt unter anderem hierüber Auskunft. „Die große Schnellzugmaschine von Maffei war hin und entzwei. Preis siebzigtausend", schrieb Mann in der Erzählung.

1918 besuchte der englische Schriftsteller David Lindsay den Markt Regenstauf und besichtigte unter anderem den Aussichtsturm auf dem Gipfel des Schlossberges. Beeindruckt durch „das Mysteriöse des Turmes" und die gewaltige Anstrengung bei der Bewältigung der vielen steilen Treppenstufen verewigte Lindsay den Turm im letzten Kapitel seines berühmten Planetenromans A Voyage To Arcturus. Der Turm mit seinen Fenstern, seinem inneren und äußeren Aussehen ist in Lindsays Buch Punkt für Punkt so wiedergegeben wie das reale Vorbild in Regenstauf.

1924 stiftete Maximilian Marquart Freiherr von Pfetten für den Ortsteil Heilinghausen ein Benefiziat auf ewige Zeiten. Seit der zweiten Hälfte der 1950er Jahre wurde Regenstauf von der Suburbanisierung erfasst. Ein reger Wohnungsbau setzte ein, der die Ortschaft in den folgenden Jahrzehnten primär zum Wohnstandort in der Nähe von Regensburg werden ließ. 1961 ließ sich hier die Brüterei Süd GmbH & Co KG Lohmann-Masthuhn-Brüterei nieder.

1976 kam es zur Entdeckung und Ausgrabung von elf Urnengräbern aus der Keltenzeit im Ortsteil Diesenbach. 1982 erfolgte ein grundsätzlicher Aufschwung im Ort mit der Neugestaltung der Ortsdurchfahrt, nachdem die Autobahnumfahrung fertig gestellt war. Ein Rathaus wurde neu erbaut, das alte Rathaus 1997 zu einem Kulturhaus umfunktioniert.

Wappen

In Blau unter einem von Rot, Grün und Gold gestreiften Regenbogen zwei schräg gekreuzte silberne Fische. Das Wappen ist seit 1470 bekannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Sportvereine

In der Marktgemeinde Regenstauf gibt es mehrere Sportvereine. Der größte Verein mit rund 2200 Mitgliedern ist der TB/ASV Regenstauf, der 2008 aus der Fusion des TB 1893 Regenstauf und dem ASV Regenstauf entstand. Neben der Fußballabteilung mit 500 Mitgliedern gibt es im Verein noch die Sparten Volleyball, Tischtennis, Tennis, Ski, Turnen, Karate, Taekwondo und Aerobic.

TB 1893/ASV Regenstauf
SpVgg Ramspau
SV Diesenbach
TSV Eitlbrunn
FSV Steinsberg
1. Sport Kegel – Club Regenstauf

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehrsanbindung

Regenstauf liegt an der A 93 Regensburg – Hof (Anschlussstelle Regenstauf), die parallel dazu laufende Bundesstraße 15 quert den Ortskern Regenstauf.

Der Bahnhof Regenstauf liegt an der von der Vogtlandbahn befahrenen Bahnstrecke Regensburg–Hof.

Auf dem Gemeindegebiet Regenstauf liegt der Verkehrslandeplatz Regensburg-Oberhub. Die nächsten internationalen Flughäfen sind München II und Nürnberg.

Der Regen ist nicht schiffbar.

Bildung

Schulen:

Schule am Schlossberg (Grund- und Hauptschule mit M-Zug)

Grundschule Diesenbach
Grundschule Ramspau
Grundschule Steinsberg

Max-Ulrich-von-Drechsel-Realschule, benannt nach dem auf Karlstein geborenen Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944

Staatliche Förderschule
Eckert-Schulen
Manfred von Ziegelmeyer Schule

seit September 2008 ISR – Internationale Schule Regensburg-Regenstauf (bilingual/Waldorf) untergebracht in den Eckert Schulen

Quelle: Wikipedia.de
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